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Seit mehreren Monaten befinden sich die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik China in Verhandlungsgesprächen. Ihr Ziel: Die neuerliche Absenkung der im Vorjahr von US-Präsident Donald Trump eingesetzten Strafzölle. Allerdings scheinen diese Gespräche nicht besonders erfolgreich gewesen zu sein, denn wie sich nun herausstellt, planen die USA das genaue Gegenteil. Sie wollen noch höhere Strafzölle einsetzen.

China sagt nein

Die neuen und höheren Strafzölle sind ein direktes Resultat auf diverse Veränderungen, die China in der Vertragsvorlage für ein Abkommen im Rahmen des Handelsstreits gemacht hatte. Laut n-tv berichteten Insider davon, dass China diverse Kernforderungen der USA aus dem Vorschlag strich. Darunter befanden sich Verpflichtungen zu Gesetzesänderungen zu Themen wie Datenschutz, Diebstahl geistigen Eigentums oder etwa Wettbewerbspolitik. Ab Freitag sollen Strafzölle in Höhe von 25 Prozent statt den bisher eingesetzten zehn Prozent gelten.

Wahlkampf mit Handelsstreit?

Trump fordert nun verstärkt Zugeständnisse von chinesischer Seite. Die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen der amerikanischen Großbanken und des Handelsministeriums geben ihm Rückenwind. Der Meinung des US-Präsidenten nach sind die Strafzölle für das starke Wirtschaftswachstum verantwortlich – je höher, desto besser. Dem Magazin Cash.Online zufolge könnte der Handelskonflikt Trump im bald beginnenden US-amerikanischen Wahlkampf von Nutzen sein.

Börsengeschehen

Am Montag brachen die Börsenkurse kurzfristig ein, erholten sich jedoch schnell wieder. Am Donnerstagmorgen stand der Dow Jones-Index mit 0,0086 Prozent im Plus und ging mit 25.979,33 Punkte in den Börsenschluss. Der amerikanische S&P 500-Index hingegen sinkt bei minus 0,16 Prozent auf 2.879,42 Zähler. In China wiederum macht sich die Aussicht auf schwerere Zölle bereits bemerkbar: Der Hang Seng-Index hat ein Minus von 2,39 Prozent zu verzeichnen und steht bei einer Punktzahl von 28.311,07.

Titelbild: ©geralt / pixabay.com