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Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der VR China hat sich nach wie vor noch nicht beruhigt. Allerdings scheinen die gegenseitigen Embargos weniger negative Auswirkungen zu haben als gemeinhin vermutet wird. Diesen Schluss lassen zumindest die neuen Zahlen des US-amerikanischen Handelsministeriums zu.

Wachstum trotz Handelsstreit

Das Handelsministerium teilte am Freitag mit, dass das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten zwischen Januar und März um 3,2 Prozent (auf das Jahr hochgerechnet) gewachsen sei. Damit schwimmen die USA derzeit gegen den Strom: In vielen anderen Ländern der Welt sorgt die globale Unsicherheit an den Finanzmärkten für eine abkühlende Wirtschaft. Zuletzt etwa hatte das ifo Institut offengelegt, dass die deutschen Manager ihren Optimismus verlören.

Rückenwind von den Banken?

Wie der Fokus berichtet, kommen die Zahlen aus der ersten Schätzung für das erste Quartal 2019. Zum Vergleich: Im Abschlussquartal des Jahres 2018 hatte die US-amerikanische Wirtschaft nur um 2,2 Prozent zugelegt. Erst vor einigen Wochen hatten bereits die amerikanischen Großbanken JP Morgan und Wells Fargo mit guten Quartalszahlen überrascht. In den USA geben die Wachstumszahlen ein hochgerechnetes Wachstum an. Daher sind sie nicht direkt mit den Zahlen aus Europa zu vergleichen.

Limit durch Shutdown

Laut einer Pressemitteilung des Weißen Hauses sind die vorliegenden Zahlen noch zu niedrig, obwohl sie die Erwartungen der Analysten bereits übertreffen. Aufs ganze Jahr gerechnet sei erstens eher ein noch stärkeres Wachstum zu erwarten. Das würden historische Daten belegen: In den vergangenen Jahren sei das Wachstum anderer Quartale immer höher gewesen als das des ersten.

Das Bureau of Economic Analysis (BEA) habe zweitens angegeben, dass der teilweise „Shutdown“ der US-Regierung für eine künstliche Limitierung des Wirtschaftswachstums gesorgt hätte. Insgesamt, so das Weiße Haus, hätte das Wirtschaftswachstum sogar ein jährliches Plus von 4,4 Prozent hinlegen können.

Börsenkurse

Die Zahlen des Wirtschaftsministeriums machen Eindruck an den Finanzmärkten. Der Dollar konnte gegenüber dem Euro an Wert zulegen. Ein US-Dollar ist am Freitagnachmittag 0,90 Euro wert. Der Dow Jones steht mit 0,053 Prozent im Minus und zählt 26.448,05 Punkte.

Titelbild: ©AbsolutVision / pixabay.com